Schwermetalle im Ayurveda Hintergründe und Fakten

Schwermetalle in ayurvedischen Produkten sind immer wieder Thema öffentlicher Diskussionen. Daher erscheint es notwendig, dass die Menschen, die nach Heilung auf dem Gebiet der ayurvedischen Medizin suchen, über die Hintergründe und Fakten hierzu in Kenntnis gesetzt werden. Einerseits sind ayurvedische Produkte bekannt dafür, dass sie keine Nebenwirkungen besitzen, andererseits rückt der Vorwurf der Schwermetallbelastung die ayurvedische Medizin in ein ungünstiges Licht und stellt ihre Glaubwürdigkeit in Frage. Befassen wir uns nun etwas tiefer mit den Zusammenhängen dahinter, zumal diejenigen, die vor Schwermetallbelastungen in ayurvedischen Präparaten warnen, scheinbar nicht wissen, dass es innerhalb der ayurvedischen Medizin auch einen Zweig gibt, der sich mit der therapeutischen Anwendung von Metallen beschäftigt.

 

 

Schwermetallbelastung von ayurvedischen Präparaten:

 

Stellen wir uns zunächst einmal die Frage, auf welche Weise Schwermetalle in ayurvedische Produkte hineinkommen können? Zunächst einmal wäre hier der Faktor der Umweltverschmutzung als mögliche Ursache zu nennen. Ausschlaggebend hierfür ist zum einen der Herstellungsort der Produkte und die Herkunft der einzelnen Bestandteile darin. Wenn die Artneimittel-Manufaktur ihren Sitz in einer Gegend hat, in der ein hoher Grad der Umweltverschmutzung besteht oder wenn einzelne Bestandteile in den Produkten aus einer solchen Gegend stammen, dann ist es nicht auszuschließen, dass sich die jeweiligen Stoffe auch in den Arzneimitteln befinden können. Die meisten Heilpflanzen in den ayurvedischen  Arzneimitteln kommen auch heute noch aus Wildsammlung. In Kerala werden diese zum größten Teil von den kräuterkundigen Ureinwohnern in den Wäldern gesammelt. Solche Heilkräuter sind daher weitgehend frei von Umweltgiften. Aufgrund der leichteren Verfügbarkeit von Heilpflanzen und sauberem Wasser, befinden sich Ayurveda-Arzneimittelbetriebe meist in unmittelbarer Nähe von Wäldern. Einzelne Kräuter jedoch kommen auch aus der näheren Umgebung von Städten und können daher Schadstoffe beinhalten. Als wesentlichste Komponente ist hier das Wasser zu nennen, welches den mengenmäßig  größten Anteil in Dekokten und verschiedenen Pflanzenauszügen sowie in Ölen und Ghees bildet. Schwermetallbelastungen in der Umwelt entstehen meist durch rasch anwachsende Industriegebiete, deren Fabriken ihre Gifte einfach in die Umwelt leiten, aber auch durch Bergwerke, durch schwermetallhaltigen Müll, bleihaltige Kraftstoffe und Farben, die Anwendung von chemischen Düngemitteln, tierischem Dünger, Klärschlamm und Pestiziden in der Landwirtschaft, die Ausleitung von Abwasser in die Natur, durch Rückstände von Kohlekraftwerken, durch Kraftstoffe und Chemikalien, die auf anderen Wegen in die Umwelt gelangen und durch solche, die sich aus der Atmosphäre im Boden oder Wasser absetzen. Die Faktoren der Verschmutzung sind heute sehr zahlreich auf der Welt und in allen Lebensbereichen zu finden. Im Gegensatz dazu ist es einmal interessant zu erfahren, welch strenge Auffassung und Definition im Ayurveda über die Reinheit einer Substanz wie dem Wasser besteht. So wird beispielsweise in den Quellenschriften darauf hingewiesen, dass Regenwasser, ausgenommen dasjenige des ersten Regens nach dem Sommer und das Wasser aus den Bergen die höchste Reinheit besitzen und je näher man zum Meer kommt, dieses sehr stark verschmutzt ist, während das Meerwasser selbst ein Entgleisen aller Doshas bewirke. Heute ist die Verschmutzung von Böden, Wasser und Luft mit unterschiedlichen Giften jedoch ein globales Problem, dessen Spuren eigentlich schon fast überall zu finden sind, so dass ein sicherer Schutz davor kaum mehr möglich ist.

 

Ayurveda beobachtet die Gesetze der Natur und empfiehlt, sich nach ihnen zu richten und in Harmonie mit ihnen zu leben, anstatt dagegen anzukämpfen, sie zu manipulieren, zu umgehen oder zu behindern. Die individuelle Gesundheit ist Teil einer sozialen Gesundheit und Gesundheit der Natur sowie Rechtschaffenheit, welche in der indischen Philosophie dharma genannt wird und kann nicht ohne diese bestehen. Die einfachste Erklärung dieses Konzeptes der Einheit und Rechtschaffenheit wurde von Sree Narayana Guru (1856 - 1928), Philosoph, Buchautor, sozialer Reformer und Nationalheiliger Keralas, der sich besonders für Reformen im Kastensystem einsetzte.

 

“Alles, was wir als “Dieses” (Ich selbst) und Jenes” (du, er, sie, es…) bezeichnen, sind alles Teile einer ursprünglichen Einheit und Singularität. Somit sollte auch alles, was wir für unser eigenes Wohl und Vergnügen unternehmen, den Rest der Welt gleichermaßen erfreuen. Jegliche Arbeit, die für uns selbst vorteilhaft ist, anderen aber schadet, ist gegen den Geist.“

                    

  (Aathmopadesha Sathakam; 24 – 25)

 

 

Künstliche Eingriffe, die von Seiten der Industrie und modernen Wissenschaft auf die Natur ausgeübt werden und die schädliche Einflüsse, wie die Kontamination mit Schwermetallen zur Folge haben, bringen meist nur einen Gewinn für wenige Personen, während sie für die übrige Welt große Schäden verursachen. Solche Handlungen werden oft nicht effektiv von den zuständigen Behörden kontrolliert, obwohl sicherlich überall Gesetze und Regeln zum Schutze davor existieren. Einen solchen Fall gab es auch in dem Bezirk Kasaragod im indischen Bundesstaat Kerala. Dort hat der jahrelange extensive und gefährliche Einsatz von Endosulfan zu genetischen Veränderungen bei vielen Kindern geführt, die mit körperlichen Missbildungen, geistigen Störungen oder fremdartigen, unheilbaren Krankheiten auf die Welt kamen. Dies veranlasste die Bewohner, für das Verbot dieses Stoffes, der von landwirtschaftlichen Großbetrieben als Pestizid auf Cashew-Plantagen eingesetzt wurde, einzutreten. Seit dem Beginn des Protestes der Anwohner wurden von der Regierung mehrere Teams von Experten in die Gegend geschickt, um das Problem vor Ort  zu untersuchen. Die Ergebnisse all dieser mittlerweile jahrelangen Studien kamen jedoch einzig und allein den Interessen der Hersteller dieses Giftes zugute. Die Berichte, die zu diesen Untersuchungen herausgegeben wurden, besagen letztendlich alle, dass der Gebrauch von Endosulfan sicher und unbedenklich sei und daher nicht eingestellt werden müsse. Seit April 2011 besteht aber nun ein weltweites Verbot dieses Stoffes, das in der Konvention von Stockholm beschlossen wurde.

 

Ein weiterer Vorfall dieser Art wurde vor nicht allzulanger Zeit aus Tamil Nadu, einem anderen Bundesstaat in Südindien bekannt, wo sich die Bewohner der Stadt Kodaikanal derzeit heftig gegen die Vergiftung ihrer Umwelt zur Wehr setzen. Die Firma Hindusthan Lever Limited, ein Subunternehmen der englischen Firma Unilever, hatte in ihrer dortigen Niederlassung jahrelang Thermometer hergestellt und riesige Mengen giftigen Mülls in der Natur hinterlassen, wodurch der Boden, das Wasser und die Luft mit Quecksilber verseucht wurden. Solche Fälle gibt es viele, in denen multinationale Konzerne ihre Produktion in sog. Dritte-Welt-Länder verlagern und dort gefährliche Abfälle einfach offen in der Natur deponieren, ungeachtet der katastrophalen Folgen für die Umwelt und den Menschen. Paradoxerweise besitzen die Länder, aus denen diese Firmen stammen, umgekehrt sehr strenge Richtlinien und Kontrollen zum Nachweis von Schadstoffen, wie Schwermetallen, in importierten Produkten. Diese Länder sollten ebenso strenge Vorschriften auch in ihren ausländischen Niederlassungen und für all ihre Exporte gelten lassen. Umgekehrt müssen Dritte-Welt-Länder den Schutz der Menschen und der Natur gut im Blick behalten, indem sie selbst strenge Sicherheitsvorschriften und Maßnahmen der Abfallbeseitigung und Entsorgung von Giftmüll einführen und deren Einhaltung konsequent kontrollieren, anstatt diese Firmen um eines raschen industriellen Fortschrittes willen in das Land zu locken.

 

Die Menschen müssen ein Bewusstsein entwickeln, dass letztendlich alle Dinge miteinander verbunden sind und dementsprechend auch handeln. Alle Schäden, die wir irgendwo in der Welt anrichten, werden uns eines Tages wieder einholen und nach einer Lösung verlangen. Jeder Mensch, jede Institution oder jedes Land ist wie ein Blatt oder Ast an einem großen universellen Baum. Ein Ast kann nicht einen anderen Ast an dem Baum vergiften und davon unberührt bleiben. Daher fordert Ayurveda dazu auf, nicht nur das, was wir in uns hineinnehmen auf seine Reinheit zu prüfen, sondern auch dasjenige, was wir in die Welt hineingeben. Die meisten Menschen hier im Westen, die regelmäßig Kosmetikprodukte verwenden, sind sich nicht darüber im Klaren, dass diese Schwermetalle, wie Quecksilber, Arsen, Beryllium, Cadmium, Nickel, Blei, Selen und Thallium weit über den zulässigen Höchstmengen enthalten. Phenyl-Quecksilber-Hydroxyd wird beispielsweise als Konservierungsmittel in einigen Kosmetikprodukten verwendet. Die Internetseite „advancednaturalmedicine.com“ berichtet von einer sechsjährigen Studie, die von Bonnie Jenkins an der Yale-Universität in Connecticut in den USA an 1300 Frauen dort durchgeführt wurde. Grund der Untersuchung war ein plötzlicher Anstieg von Erkrankungen an dem Non-Hodgkin-Lymphom seit den 70er Jahren. In Conecticut traten eine große Anzahl solcher Fälle auf. Die Untersuchung kam zu folgendem Ergebnis: „Nach Auswertung aller Daten führen die Forschungen zu dem Ergebnis, dass bei denjenigen Frauen, die vor 1980 damit begannen, ihre Haare zu färben, das Risiko an diesem Lymphom zu erkranken um 40 % höher war, als bei anderen Frauen. Dieses Risiko trat aber nur bei den Frauen auf, die mehr dauerhafte Haarfarbe benutzten, als solche, die sich wieder herauswaschen lässt, es trat auch bei solchen Frauen, die dunkle Haarfarben (schwarz, braun und rot) benutzten und die ihre Haare mindestens acht mal im Jahr über mindestens 25 Jahre hinweg regelmäßig färbten.“ Der Bericht erwähnt auch, dass die Lobbyisten der Kosmetikindustrie den FDA-Vorschlag umgingen, zumindest auf die Gefahr der Anwendung der giftigen Chemikalie Phenylenediamine auf dem Etikett hinzuweisen, welches unter dem Hauptverdacht stand, die Erkrankungen ausgelöst zu haben. Farben, die aus Kohleteer hergestellt werden, enthalten auch Benzene und Schwermetalle, wie Blei und Arsen, die das Risiko, an Leukemie zu erkranken, erhöhen.Der vollständige Bericht kann unter folgendem Link nachgelesen werden:

http://www.advancednaturalmedicine.com/hair-renewal/dangers-of-hair-dye.html

 

Ein weiterer Beitrag von Debora Merlin macht deutlich, in welchen Mengen Schwermetalle in Farbstoffen, die in Kosmetikprodukten, Nahrungsmitteln und Medikamenten verwendet werden, enthalten sind:

http://www.victoryoveradhd.com/articles/food-coloring.html

 

Aber auch Impfstoffe enhalten giftige Metalle, wie Quecksilber, der diesen in Form von Thiomersal, einer Quecksilberverbindung (Sodiumethylquecksilberthiosalicylate) beigefügt wird, um einen Pilzbefall zu verhindern. Erst durch den Antrag der „Amarican Academy of Paediatrics“ wurde dieser Stoff aus den meisten Impfstoffen, die in den USA und in der Europäischen Union verwendet werden, herausgenommen. In Grippeschutzimpfungen ist er jedoch nach wie vor weltweit enthalten (siehe Wikipedia). Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter dem Titel „Quecksilber in Medikamenten – die Inkaufnahme unnötiger Risiken“, der amerikanische Originaltitel lautet: 'Mercury in Medicine – Taking Unnecessary Risks'. Der Bericht von Dan Burten, eines Regierungsvorsitzenden einer Abteilung des Repräsentatenhauses in den USA, vom Mai 2003 kann unter dem folgenden Link gelesen werden:

http://vaccines.procon.org/sourcefiles/Burton_Report.pdf

 

Es gibt aber auch einige deutsche Seiten, die ausführliche Informationen zu diesem Thema veröffentlicht haben, wie beispielsweise www.impfkritik.de.Ein Bericht mit dem Titel “Metal Complexes as Drugs and Chemotherapeutie Agents“ unter dem Link:

http://www.elsevier.com/__data/promis_misc/622954sc9.pdf


Der „N. Farrell Virginia Commonwealth Universität, Richmond, VA, USA“, gibt eine detaillierte Beschreibung über die Verwendung von Schwermetallen in der Chemotherapie und auf anderen Gebieten. Die moderne Wissenschaft wird heutzutage in hohem Maße von kommerziellen Interessen bestimmt und entsprechend manipuliert, während die ganze Welt ihren Vorgaben und Instituten blind Folge leisten muss, die darüber entscheiden, was die Menschen wissen dürfen und was nicht. Dies ist die Welt, in der wir leben! Während auf der einen Seite Schlagzeilen über Schwermetalle in ayurvedischen Medikamenten gemacht werden, findet gleichzeitig vorsätzlich und wissentlich eine Schwermetallverseuchung durch die Industrie und selbst durch die Medizin in riesigem Ausmaß und mit der stillen Erlaubnis der Behörden statt, über die in den öffentlichen Medien weitgehend geschwiegen wird! Ich möchte alle Menschen dazu aufrufen, ihre Aufmerksamkeit einmal auf diese Fakten zu richten, welche eine viel zu wenig bekannte und beachtete Seite dieses Themas beleuchten. Stoffe, die in betimmten Ländern verboten sind, finden sich plötzlich in einem anderen Teil der Welt wieder, wo sie angeblich durch viele wissenschaftliche Untersuchungen als unschädlich befunden wurden. Die Bedeutung dieser Tatsache kann in etwa so formuliert werden. „Die Ungefährlichkeit dieses Stoffes ist wissenschaftlich erwiesen und deshalb müsst Ihr ihn Euren Kindern verabreichen, obwohl wir ihn von unseren Kindern fernhalten.“Der Artikel „Heavy Metals warning from Ayurvedic Herbs“ - „Warnung vor Schwermetallen in ayurvedischen Käutern“, von Mike Adams unter dem Link:
 

http://www.naturalnews.com/003837_ayurvedic_herbs_herbal_medicine.html


lenkt in Wirklichkeit von der realen Problematik und von den wahren Bedrohungen auf unsere Gesundheit ab und soll den Eindruck erwecken, dass die wissenschaftlichen Einrichtungen und Behörden vor gesundheitlichen Risiken durch Schwermetalle auf der Hut seien und die Menschen davor schützen wollen. Dies ist jedoch ein großer Trugschluss.Eine sehr weit verbreitete Quelle der Schwermetallbelastung findet durch PET-Behälter (Polyethylene Terephthalate) statt, die heute in großen Mengen als Wasser- und Getränkeflaschen, Verpackungen für Lebensmittel und auch Medikamente verwendet werden. Eine Studie der Universität Heidelberg über die Belastung durch Antimon (Sb) in Wasser, welches in PET-Flaschen abgefüllt ist, fand anhand eines Vergleiches von drei verschiedenen Arten von Mineralwassern, die sowohl in Glasflaschen als auch in PET- Flaschen abgefüllt werden, statt. Die Studie ergab, dass das Wasser, aus den PET-Flaschen eine bis zu 30-fach höhere Menge an Antimon (Sb) enthielt, als dasjenige Wasser, das in Glasflaschen abgefüllt war. Für eine weitere Prüfung der Hypothese, wurde Wasser direkt aus einer kommerziellen Quelle in Deutschland entnommen, also vor der Abfüllung in Flaschen. Dieses Wasser enthielt nur vier ppt Antimon (Sb). Wasser der gleichen Marke, welches in PET-Flaschen abgefüllt war, enthielt dagegen 360 ppt Antimon (Sb) Und das Wasser der gleichen Marke, welches jedoch drei Monate früher gekauft worden war, enhielt bereits 630 ppt Sb. (Anmerkung: Die Angabe: ppt steht für “parts per trillion” nach der englischen Maßeinheit) Den Untersuchungsbericht finden Sie unter folgendem Link:
 

http://www.uni-heidelberg.de/press/news/news06/2601antime.html

 

Ein Lehrbuch über analytische Chemie im Internet zeigt auf, dass ein Kohlekraftwerk, welches 2000 Megawatt Strom im Jahr erzeugt, gleichzeitig 1600 Tonnen Blei, 800 Tonnen Zink, 80 Tonnen Kadmium und 40 Tonnen Uran produziert. Den entsprechenden Berict finden Sie unter: Link


Kohlekraftwerke bilden auch die Hauptursache für die Vergiftung der Atmosphäre mit Quecksilber. Nach internationaler Schätzung beträgt der Gehalt an Quecksilber in Kohle 0,13 mg/kg. Das Buch “Mercury Emission and its Control in Chinese Coal-Fired Power Plants” berichtet, dass China während des Jahres 2005 durch Kohlkraftwerke 495 Tonnen Quecksilber in die Atmosphäre ausgestoßen hat. Weiter zum: Link
 

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1876610211011842

 

Coal unter Berufung auf World Energy Projections Plus (2009), EIA, betrug der weltweite Kohleverbrauch im Jahre 2010 rund 7,25 Milliarden Tonnen und wird sich bis zum Jahre 2030 noch um weitere 48 % auf 9,05 Milliarden Tonnen erhöhen. Alarmierend ist dabei die Tatsache, dass 80 % des eingeatmeten Quecksilbers in der Lunge verbleiben, während reines Quecksilber, das oral in den Körper gelangt, den Verdauungskanal fast vollständig durchwandert, ohne absorbiert zu werden! Alle diese Aspekte müssen in Betracht gezogen werden, wenn der Vorwurf der Schwermetallbelastung in ayurvedischen Produkten erhoben und zur Diskussion gebracht wird! Weiter zum :

 

https://www.naturalnews.com/003837_ayurvedic_herbs_herbal_medicine.html

 

Schwermetalle im Ayurveda

 

Die ayurvedische Pharmakologie kann, wie unten dargestellt, in drei Hauptbereiche eingeteilt werden.1. Pflanzliche Präparate:Hierzu gehören alle Präparate, die aus einer einzelnen Pflanze oder aus einer Kombination von mehreren Heilpflanzen in Form von frischen Pasten, Säften oder Aufgüssen bestehen. Weiterhin gehören hierzu Präparate für die innere Einnahme auf der Basis von Öl, Ghee, Rohrzucker u.s.w. aber auch Pflanzenextrakte in Form von Rohrzuckersirup oder Kräuterweine. Heute werden solche Rezepturen auch als Granulat, Tabletten oder Kapseln hergestellt. Meist sind dies traditionelle Rezepturen, die in jahrhundertealten klassischen Schriften beschrieben sind. Solch gängige Rezepturen sind unter den jeweiligen Namen innerhalb der ayurvedischen Gesellschaft wohl bekannt und die Texte auch der Öffentlichkeit zugänglich.

 

Aus diesem Grund sind die einzelnen Zutaten oft nicht auf den Packungen und Behältern aufgeführt, stattdessen wird lediglich die entsprechende Quelle, aus der die Rezeptur stammt, angegeben.2. Präparate aus Metallen und Mineralien:Eine andere Kategorie von Präparaten wird aus Metallen, Mineralien, Erzen und Metallverbindungen aus Eisen, Kupfer, Gold, Silber, Arsen, Zinn, Magnesium u.s.w. hergestellt. Solche Produkte müssen zuerst zahlreiche Schritte der Verarbeitung und Reinigung durchlaufen und alchemistisch mit pflanzlichen und tierischen Substanzen, wie Frischpflanzensäften, Dekokten, Ghee, Milch, Buttermilch, Joghurt u.s.w. aufbereitet werden, damit sie für den menschlichen Körper verträglich sind. Menschen, die beispielsweise allergisch gegen Eisen sind, vertragen die ayurvedischen Eisenprodukte dennoch äußerst gut. Wenn diese ordnungsgemäß zubereitet und angewendet werden, dann führen sie meist zu außergewöhnlich guten Ergebnissen, besonders bei chronisch verlaufenden Krankheiten, die als unheilbar gelten. Eine unsachgemäße Zubereitung und falsche Anwendung wird dagegen mit Sicherheit unerwünschte Wirkungen mit sich bringen, wie dies auch bei sehr starken schulmedizinischen Mitteln der Fall ist. Diese ayurvedischen Präparate werden normalerweise in fein pulverisierter Form und in sehr kleinen Dosen verabreicht. Während der Einnahme muss eine strenge Diät eingehalten werden bzw. bestimmte Nahrungsmittel gemieden werden. Da die Metalle durch die besondere Verarbeitung in kleinste Partikel in Nano-Form umgewandelt werden, können sie vom Körper wieder ausgeschieden werden, nachdem sie ihre Wirkung entfaltet haben. Bei der Einnahme über einen längeren Zeitraum hinweg, werden daher immer wieder Pausen eingelegt, in denen der Körper die Stoffe wieder ausscheiden kann.Derjenige Zweig der ayurvedischen Pharmakologie, der sich mit der Herstellung und Anwendung von metallischen und mineralischen Präparaten beschäftigt, ist unter dem Namen „Rasasasthra“ bekannt. Dies ist ein Spezialgebiet des Ayurveda, auf dem sich die ayurvedischen Ärzte auch eine besondere Qualifikation erwerben können. In dem südindischen Staat Tamil Nadu gibt es ein sehr altes medizinisches System, die Siddha-Medizin, deren Pharmakologie gerade auf dem Gebiet der Metalle und Mineralien sehr weit entwickelt ist. In der Siddha-Medizin existieren sehr strenge Regeln, so dass es nur denjenigen erlaubt wird zu praktizieren, die ihr Leben ganz dem Studium dieses medizinischen Systems widmen und ein heiligmäßiges Leben führen.

 

Es soll sichergestellt sein, dass diejenigen, welche diese Heilmethoden anwenden, in der Lage sind, ihre egoistischen Tendenzen und Schwächen zu beherrschen. Solche Ärzte verwenden nur selbst hergestellte Präparate oder solche von bekannten und zuverlässigen Herstellern. Diese Ärzte konnten in ihrer langjährigen Praxis und Anwendung dieser Präparate von keinem einzigen Fall von Schwermetallvergiftung berichten. Gleichzeitig gibt es auf diesem Gebiet auch Ignoranten und Quacksalber, die durch ihr Unwissen großen Schaden anrichten können. Die Herstellung der Rasa-Präparate ist teilweise sehr zeitaufwendig und wird ausschließlich in Handarbeit verrichtet. Die Metalle werden über einen Zeitraum von drei Wochen ohne Unterbrechung mit einem Pflanzensaft oder einer Pflanzenpaste im Steinmörser zermahlen. Viele solcher Präparate benötigen einige Monate zu ihrer Herstellung, bei der sie mehrere solcher Prozesse durchlaufen. Wenn eine anorganische Substanz eine Giftwirkung oder tödliche Reaktion hervorruft, so muss sich durch diese Reaktion gleichzeitig ihre Giftwirkung oder negative Kraft bis zu einem gewissen Grad abschwächen. Wird eine solche Reaktion wiederholt durch die Interaktion des Metalls mit einem biologischen Medium, wie im Rasasasasthra beschrieben, hervorgerufen, so muss sich folglich diese Giftigkeit im entsprechenden Maße verringern und letztendlich vollständig aufheben. Das „Rasasasthra“ basiert auf einer 2500 Jahre alten Geschichte und Erfahrung, während das Wissen der Siddha Medizin noch älter ist und beide werden von Millionen von Menschen in Indien angewendet, ohne dass es dabei zu Schwermetallvergiftungen kommt.

 

 

Durch chemische Analysen kann lediglich die stoffliche Substanz in den jeweiligen Produkten nachgewiesen werden. Um deren Wirkungsweise in einem biologischen Medium zu verstehen, bedarf es jedoch noch weitergehender Studien. Eine Substanz ist nicht nur in ihrer stofflichen Form existent, sondern besitzt auch ein Wirkungspotential. So hat beispielsweise aus der Sicht des Ayurveda der Verlust von zu viel Samenflüssigkeit bei Männern eine Schwächung des Immunsystems und einen Kraftverlust zur Folge. Vom Standpunkt vieler Schulmediziner dagegen, besteht Samenflüssigkeit lediglich aus bestimmten Proteinen, weshalb auch ein hoher Verlust hiervon nicht als sonderlich problematisch gesehen wird. Diese Sichtweise, die ganz im Stofflich-Materiellen Bereich ansetzt, erkennt nicht, die besondere Eigenart oder Wesenhaftigkeit dieser Stofflichkeit an und ignoriert dabei die Tatsache, dass ein einfaches Protein nicht über das gleiche Wirkungspotential verfügt, wie Samenflüssigkeit. Bei den Rasa-Präparaten ist dies ähnlich, da dieser ganze Prozess der Verarbeitung nicht oder zu wenig in Betracht gezogen wird und damit die Veränderungen, die das jeweilige Metall dadurch erfährt. In den fertigen ayurvedischen Präparaten sind die Metalle nur noch in Nanoform enthalten. Diese werden zudem einer Sicherheitsprüfung unterzogen, bevor sie zur Anwendung freigegeben werden.

 

Untersuchungen bezüglich der Sicherheit der ayurvedischen Metallpräparate durch das „Department of Chemistry, Indian Institute of Technology, Roorkee 247667, India“ und durch das „Radiochemistry Division Bhabha Atomic Research Centre, Mumbai – 440085, India“, haben ergeben, dass diese Produkte Chelate (chemische Verbindung in der Form eines heterozyklischen Rings, mit einem Metal-Ion, welches Querverbindungen zu mindestens zwei nichtmetallischen Ionen aufweist) mit organischen Verbindungen aus den organischen Bestandteilen, die für die Verarbeitung der Metalle verwendet wurden, bilden. Diese Präparate sind biologisch hergestellte Nanopartikel. Wenn Sie mit Milch, Ghee, Honig oder anderen Medien eingenommen werden, gemäß den Anweisungen der Ärzte, so haben sie keinerlei schädliche Wirkung und werden dadurch biokompatibel und damit leicht vom Körper assimilierbar. Weiter zum Bericht:

 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16632893 

 

Eine weitere Untersuchung wurde mit folgenden ayurvedischen Präparaten durch das „Pharmacology Department of All India  Institute of Medical Sciences, Ansari Nagar, New Delhi - 110 029, India“ an Ratten durchgeführt:

- „Calcury“,  pflanzlich-mineralisches Produkt in Tablettenform,

- “Energic-31“ und

- „Basant Kusumaka Ras“, pflanzlich-mineralisches Präparat

 

 

Der Bericht erbrachte folgendes Ergebnis:

 

„Die Ergebnisse der gegenwärtigen Studie stimmen mit den Aussagen in den ayurvedischen Schriften überein. Es gab keine signifikanten Veränderungen der kognitiven und motorischen Funktionen und die biochemischen Parameter der mit Calcury, Energic-31 und Basanta Kusumkara behandelten Ratten zeigen die Sicherheit der Anwendung ayurvedischer Rezepturen auf. Diese Drogen werden von einer großen Anzahl der Bevölkerung klinisch angewendet, ohne dass diese Anzeichen von Schwermetallvergiftungen zeigen. Somit können die Mittel Calcury, Energic-31 und Basanta Kusumkara Rasa in den empfohlenen Dosen und Zeitspannen verwendet werden.“

Der vollständige Bericht kann nachgelesen werden unter dem: Link

 

Ein anderer Bericht, der zu einer Untersuchung über die Sicherheit der Anwendung des ayurvedischen Präparates, „Sidh Makardhwaj“, auf das Gehirn, auf Leber und Nieren bei Ratten, welche von dem „Department of Pharmacology, All India Institute of Medical Sciences, New Delhi, India & * Department of AYUSH, Ministry of Health & Family Welfare, Government of India“ durchgeführt wurde, schließt mit der Aussage:

 

„Zusammenfassend kann gesagt werden, dass laut dem Ergebnis der gegenwärtigen Studie die Einnahme von „Sidh Makardhwaj“ in einer Dosis, äquivalent zu der menschlichen Dosis und über einen Zeitraum von 28 Tagen, keine Veränderungen auf Gehirn, Leber und Nieren ergab. Es ist zu betonen, dass bei der Einnahme in einer therapeutischen Menge keinerlei Veränderungen in den biochemischen Parametern nachzuweisen waren. Die histopathologische Untersuchung, welche die Aufgabe hatte, das toxische Potential des Mittels bei einer therapeutischen Dosis herauszufinden, zeigte ebenfalls eine normale Zytoarchitektur des Gehirns, der Leber und Nieren. Milde histopahtologische Veränderungen wurden jedoch bei einer höheren Dosis von Sidh Makardhwaj, dem Zehnfachen der therapeutischen Dosis, nachgewiesen. Der Bericht kann unter dem folgenden Link nachgelesen werden:

 

http://icmr.nic.in/ijmr/2014/april/0416.pdf

 

Eine Forschung mit dem Titel “Investigating structural aspects to understand the putative/claimed non toxicity of the Hg-based Ayurvedic drug „Rasasindura“ using XAFS” - „Untersuchung  struktureller Aspekte zum Verständnis der angeblichen/behaupteten Ungiftigkeit des auf Quecksilberbasis hergestellten ayurvedischen Präparates „Rasasindura“ durch XAFS“,

wurde von folgenden Forschungsinstituten in Indien durchgeführt:

 

1. High Pressure and Synchrotron Radiation Physics Division, Bhabha Atomic Research Centre, Purnima Labs Trombay, Mumbai, Maharashtra 400085, India,

 

2. Atomic and Molecular Physics Division, Bhabha Atomic Research Centre, Purnima Labs Trombay, Mumbai, Maharashtra 400085, India

 

Schwermetalle in ayurvedischen Produkten sind immer wieder Thema öffentlicher Diskussionen. Daher erscheint es notwendig, dass die Menschen, die nach Heilung auf dem Gebiet der ayurvedischen Medizin suchen, über die Hintergründe und Fakten hierzu in Kenntnis gesetzt werden. Einerseits sind ayurvedische Produkte bekannt dafür, dass sie keine Nebenwirkungen besitzen, andererseits rückt der Vorwurf der Schwermetallbelastung die ayurvedische Medizin in ein ungünstiges Licht und stellt ihre Glaubwürdigkeit in Frage. Befassen wir uns nun etwas tiefer mit den Zusammenhängen dahinter, zumal diejenigen, die vor Schwermetallbelastungen in ayurvedischen Präparaten warnen, scheinbar nicht wissen, dass es innerhalb der ayurvedischen Medizin auch einen Zweig gibt, der sich mit der therapeutischen Anwendung von Metallen beschäftigt.

 

 

Schwermetallbelastung von ayurvedischen Präparaten:

 

Stellen wir uns zunächst einmal die Frage, auf welche Weise Schwermetalle in ayurvedische Produkte hineinkommen können? Zunächst einmal wäre hier der Faktor der Umweltverschmutzung als mögliche Ursache zu nennen. Ausschlaggebend hierfür ist zum einen der Herstellungsort der Produkte und die Herkunft der einzelnen Bestandteile darin. Wenn die Artneimittel-Manufaktur ihren Sitz in einer Gegend hat, in der ein hoher Grad der Umweltverschmutzung besteht oder wenn einzelne Bestandteile in den Produkten aus einer solchen Gegend stammen, dann ist es nicht auszuschließen, dass sich die jeweiligen Stoffe auch in den Arzneimitteln befinden können. Die meisten Heilpflanzen in den ayurvedischen  Arzneimitteln kommen auch heute noch aus Wildsammlung. In Kerala werden diese zum größten Teil von den kräuterkundigen Ureinwohnern in den Wäldern gesammelt. Solche Heilkräuter sind daher weitgehend frei von Umweltgiften. Aufgrund der leichteren Verfügbarkeit von Heilpflanzen und sauberem Wasser, befinden sich Ayurveda-Arzneimittelbetriebe meist in unmittelbarer Nähe von Wäldern. Einzelne Kräuter jedoch kommen auch aus der näheren Umgebung von Städten und können daher Schadstoffe beinhalten. Als wesentlichste Komponente ist hier das Wasser zu nennen, welches den mengenmäßig  größten Anteil in Dekokten und verschiedenen Pflanzenauszügen sowie in Ölen und Ghees bildet. Schwermetallbelastungen in der Umwelt entstehen meist durch rasch anwachsende Industriegebiete, deren Fabriken ihre Gifte einfach in die Umwelt leiten, aber auch durch Bergwerke, durch schwermetallhaltigen Müll, bleihaltige Kraftstoffe und Farben, die Anwendung von chemischen Düngemitteln, tierischem Dünger, Klärschlamm und Pestiziden in der Landwirtschaft, die Ausleitung von Abwasser in die Natur, durch Rückstände von Kohlekraftwerken, durch Kraftstoffe und Chemikalien, die auf anderen Wegen in die Umwelt gelangen und durch solche, die sich aus der Atmosphäre im Boden oder Wasser absetzen. Die Faktoren der Verschmutzung sind heute sehr zahlreich auf der Welt und in allen Lebensbereichen zu finden. Im Gegensatz dazu ist es einmal interessant zu erfahren, welch strenge Auffassung und Definition im Ayurveda über die Reinheit einer Substanz wie dem Wasser besteht. So wird beispielsweise in den Quellenschriften darauf hingewiesen, dass Regenwasser, ausgenommen dasjenige des ersten Regens nach dem Sommer und das Wasser aus den Bergen die höchste Reinheit besitzen und je näher man zum Meer kommt, dieses sehr stark verschmutzt ist, während das Meerwasser selbst ein Entgleisen aller Doshas bewirke. Heute ist die Verschmutzung von Böden, Wasser und Luft mit unterschiedlichen Giften jedoch ein globales Problem, dessen Spuren eigentlich schon fast überall zu finden sind, so dass ein sicherer Schutz davor kaum mehr möglich ist.

 

Ayurveda beobachtet die Gesetze der Natur und empfiehlt, sich nach ihnen zu richten und in Harmonie mit ihnen zu leben, anstatt dagegen anzukämpfen, sie zu manipulieren, zu umgehen oder zu behindern. Die individuelle Gesundheit ist Teil einer sozialen Gesundheit und Gesundheit der Natur sowie Rechtschaffenheit, welche in der indischen Philosophie dharma genannt wird und kann nicht ohne diese bestehen. Die einfachste Erklärung dieses Konzeptes der Einheit und Rechtschaffenheit wurde von Sree Narayana Guru (1856 - 1928), Philosoph, Buchautor, sozialer Reformer und Nationalheiliger Keralas, der sich besonders für Reformen im Kastensystem einsetzte.

 

“Alles, was wir als “Dieses” (Ich selbst) und Jenes” (du, er, sie, es…) bezeichnen, sind alles Teile einer ursprünglichen Einheit und Singularität. Somit sollte auch alles, was wir für unser eigenes Wohl und Vergnügen unternehmen, den Rest der Welt gleichermaßen erfreuen. Jegliche Arbeit, die für uns selbst vorteilhaft ist, anderen aber schadet, ist gegen den Geist.“

                      (Aathmopadesha Sathakam; 24 – 25)

 

 

Künstliche Eingriffe, die von Seiten der Industrie und modernen Wissenschaft auf die Natur ausgeübt werden und die schädliche Einflüsse, wie die Kontamination mit Schwermetallen zur Folge haben, bringen meist nur einen Gewinn für wenige Personen, während sie für die übrige Welt große Schäden verursachen. Solche Handlungen werden oft nicht effektiv von den zuständigen Behörden kontrolliert, obwohl sicherlich überall Gesetze und Regeln zum Schutze davor existieren. Einen solchen Fall gab es auch in dem Bezirk Kasaragod im indischen Bundesstaat Kerala. Dort hat der jahrelange extensive und gefährliche Einsatz von Endosulfan zu genetischen Veränderungen bei vielen Kindern geführt, die mit körperlichen Missbildungen, geistigen Störungen oder fremdartigen, unheilbaren Krankheiten auf die Welt kamen. Dies veranlasste die Bewohner, für das Verbot dieses Stoffes, der von landwirtschaftlichen Großbetrieben als Pestizid auf Cashew-Plantagen eingesetzt wurde, einzutreten. Seit dem Beginn des Protestes der Anwohner wurden von der Regierung mehrere Teams von Experten in die Gegend geschickt, um das Problem vor Ort  zu untersuchen. Die Ergebnisse all dieser mittlerweile jahrelangen Studien kamen jedoch einzig und allein den Interessen der Hersteller dieses Giftes zugute. Die Berichte, die zu diesen Untersuchungen herausgegeben wurden, besagen letztendlich alle, dass der Gebrauch von Endosulfan sicher und unbedenklich sei und daher nicht eingestellt werden müsse. Seit April 2011 besteht aber nun ein weltweites Verbot dieses Stoffes, das in der Konvention von Stockholm beschlossen wurde.

 

Ein weiterer Vorfall dieser Art wurde vor nicht allzulanger Zeit aus Tamil Nadu, einem anderen Bundesstaat in Südindien bekannt, wo sich die Bewohner der Stadt Kodaikanal derzeit heftig gegen die Vergiftung ihrer Umwelt zur Wehr setzen. Die Firma Hindusthan Lever Limited, ein Subunternehmen der englischen Firma Unilever, hatte in ihrer dortigen Niederlassung jahrelang Thermometer hergestellt und riesige Mengen giftigen Mülls in der Natur hinterlassen, wodurch der Boden, das Wasser und die Luft mit Quecksilber verseucht wurden. Solche Fälle gibt es viele, in denen multinationale Konzerne ihre Produktion in sog. Dritte-Welt-Länder verlagern und dort gefährliche Abfälle einfach offen in der Natur deponieren, ungeachtet der katastrophalen Folgen für die Umwelt und den Menschen. Paradoxerweise besitzen die Länder, aus denen diese Firmen stammen, umgekehrt sehr strenge Richtlinien und Kontrollen zum Nachweis von Schadstoffen, wie Schwermetallen, in importierten Produkten. Diese Länder sollten ebenso strenge Vorschriften auch in ihren ausländischen Niederlassungen und für all ihre Exporte gelten lassen. Umgekehrt müssen Dritte-Welt-Länder den Schutz der Menschen und der Natur gut im Blick behalten, indem sie selbst strenge Sicherheitsvorschriften und Maßnahmen der Abfallbeseitigung und Entsorgung von Giftmüll einführen und deren Einhaltung konsequent kontrollieren, anstatt diese Firmen um eines raschen industriellen Fortschrittes willen in das Land zu locken. Die Menschen müssen ein Bewusstsein entwickeln, dass letztendlich alle Dinge miteinander verbunden sind und dementsprechend auch handeln.

 

Alle Schäden, die wir irgendwo in der Welt anrichten, werden uns eines Tages wieder einholen und nach einer Lösung verlangen. Jeder Mensch, jede Institution oder jedes Land ist wie ein Blatt oder Ast an einem großen universellen Baum. Ein Ast kann nicht einen anderen Ast an dem Baum vergiften und davon unberührt bleiben. Daher fordert Ayurveda dazu auf, nicht nur das, was wir in uns hineinnehmen auf seine Reinheit zu prüfen, sondern auch dasjenige, was wir in die Welt hineingeben. Die meisten Menschen hier im Westen, die regelmäßig Kosmetikprodukte verwenden, sind sich nicht darüber im Klaren, dass diese Schwermetalle, wie Quecksilber, Arsen, Beryllium, Cadmium, Nickel, Blei, Selen und Thallium weit über den zulässigen Höchstmengen enthalten. Phenyl-Quecksilber-Hydroxyd wird beispielsweise als Konservierungsmittel in einigen Kosmetikprodukten verwendet. Die Internetseite „advancednaturalmedicine.com“ berichtet von einer sechsjährigen Studie, die von Bonnie Jenkins an der Yale-Universität in Connecticut in den USA an 1300 Frauen dort durchgeführt wurde. Grund der Untersuchung war ein plötzlicher Anstieg von Erkrankungen an dem Non-Hodgkin-Lymphom seit den 70er Jahren. In Conecticut traten eine große Anzahl solcher Fälle auf. Die Untersuchung kam zu folgendem Ergebnis: „Nach Auswertung aller Daten führen die Forschungen zu dem Ergebnis, dass bei denjenigen Frauen, die vor 1980 damit begannen, ihre Haare zu färben, das Risiko an diesem Lymphom zu erkranken um 40 % höher war, als bei anderen Frauen. Dieses Risiko trat aber nur bei den Frauen auf, die mehr dauerhafte Haarfarbe benutzten, als solche, die sich wieder herauswaschen lässt, es trat auch bei solchen Frauen, die dunkle Haarfarben (schwarz, braun und rot) benutzten und die ihre Haare mindestens acht mal im Jahr über mindestens 25 Jahre hinweg regelmäßig färbten.“ Der Bericht erwähnt auch, dass die Lobbyisten der Kosmetikindustrie den FDA-Vorschlag umgingen, zumindest auf die Gefahr der Anwendung der giftigen Chemikalie Phenylenediamine auf dem Etikett hinzuweisen, welches unter dem Hauptverdacht stand, die Erkrankungen ausgelöst zu haben. Farben, die aus Kohleteer hergestellt werden, enthalten auch Benzene und Schwermetalle, wie Blei und Arsen, die das Risiko, an Leukemie zu erkranken, erhöhen.

 

Der vollständige Bericht kann unter folgendem Link nachgelesen werden: http://www.advancednaturalmedicine.com/hair-renewal/dangers-of-hair-dye.html

 

Ein weiterer Beitrag von Debora Merlin macht deutlich, in welchen Mengen Schwermetalle in Farbstoffen, die in Kosmetikprodukten, Nahrungsmitteln und Medikamenten verwendet werden, enthalten sind: http://www.victoryoveradhd.com/articles/food-coloring.html

 

Aber auch Impfstoffe enhalten giftige Metalle, wie Quecksilber, der diesen in Form von Thiomersal, einer Quecksilberverbindung (Sodiumethylquecksilberthiosalicylate) beigefügt wird, um einen Pilzbefall zu verhindern. Erst durch den Antrag der „Amarican Academy of Paediatrics“ wurde dieser Stoff aus den meisten Impfstoffen, die in den USA und in der Europäischen Union verwendet werden, herausgenommen. In Grippeschutzimpfungen ist er jedoch nach wie vor weltweit enthalten (siehe Wikipedia). Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter dem Titel „Quecksilber in Medikamenten – die Inkaufnahme unnötiger Risiken“, der amerikanische Originaltitel lautet: 'Mercury in Medicine – Taking Unnecessary Risks'. Der Bericht von Dan Burten, eines Regierungsvorsitzenden einer Abteilung des Repräsentatenhauses in den USA, vom Mai 2003 kann unter dem folgenden Link gelesen werden:

http://vaccines.procon.org/sourcefiles/Burton_Report.pdf  

 

Es gibt aber auch einige deutsche Seiten, die ausführliche Informationen zu diesem Thema veröffentlicht haben, wie beispielsweise www.impfkritik.de.

 

Ein Bericht mit dem Titel “Metal Complexes as Drugs and Chemotherapeutie Agents“ unter dem Link:

 

http://www.elsevier.com/__data/promis_misc/622954sc9.pdf

 

der „N. Farrell Virginia Commonwealth Universität, Richmond, VA, USA“, gibt eine detaillierte Beschreibung über die Verwendung von Schwermetallen in der Chemotherapie und auf anderen Gebieten. Die moderne Wissenschaft wird heutzutage in hohem Maße von kommerziellen Interessen bestimmt und entsprechend manipuliert, während die ganze Welt ihren Vorgaben und Instituten blind Folge leisten muss, die darüber entscheiden, was die Menschen wissen dürfen und was nicht. Dies ist die Welt, in der wir leben! Während auf der einen Seite Schlagzeilen über Schwermetalle in ayurvedischen Medikamenten gemacht werden, findet gleichzeitig vorsätzlich und wissentlich eine Schwermetallverseuchung durch die Industrie und selbst durch die Medizin  in riesigem Ausmaß und mit der stillen Erlaubnis der Behörden statt, über die in den öffentlichen Medien weitgehend geschwiegen wird!  Ich möchte alle Menschen dazu aufrufen, ihre Aufmerksamkeit einmal auf diese Fakten zu richten, welche eine viel zu wenig bekannte und beachtete Seite dieses Themas beleuchten. Stoffe, die in betimmten Ländern verboten sind, finden sich plötzlich in einem anderen Teil der Welt wieder, wo sie angeblich durch viele wissenschaftliche Untersuchungen als unschädlich befunden wurden. Die Bedeutung dieser Tatsache kann in etwa so formuliert werden. „Die Ungefährlichkeit dieses Stoffes ist wissenschaftlich erwiesen und deshalb müsst Ihr ihn Euren Kindern verabreichen, obwohl wir ihn von unseren Kindern fernhalten.“

Der Artikel „Heavy Metals warning from Ayurvedic Herbs“ - „Warnung vor Schwermetallen in ayurvedischen Käutern“, von Mike Adams unter dem Link:

 

http://www.naturalnews.com/003837_ayurvedic_herbs_herbal_medicine.html,

 

lenkt in Wirklichkeit von der realen Problematik und von den wahren Bedrohungen auf unsere Gesundheit ab und soll den Eindruck erwecken, dass die wissenschaftlichen Einrichtungen und Behörden vor gesundheitlichen Risiken durch Schwermetalle auf der Hut seien und die Menschen davor schützen wollen. Dies ist jedoch ein großer Trugschluss.

 

Eine sehr weit verbreitete Quelle der Schwermetallbelastung findet durch PET-Behälter (Polyethylene Terephthalate) statt, die heute in großen Mengen als Wasser- und Getränkeflaschen, Verpackungen für Lebensmittel und auch Medikamente verwendet werden. Eine Studie der Universität Heidelberg über die Belastung durch Antimon (Sb) in Wasser, welches in PET-Flaschen abgefüllt ist, fand anhand eines Vergleiches von drei verschiedenen Arten von Mineralwassern, die sowohl in Glasflaschen als auch in PET- Flaschen abgefüllt werden, statt. Die Studie ergab, dass das Wasser, aus den PET-Flaschen eine bis zu 30-fach höhere Menge an Antimon (Sb) enthielt, als dasjenige Wasser, das in Glasflaschen abgefüllt war. Für eine weitere Prüfung der Hypothese, wurde Wasser direkt aus einer kommerziellen Quelle in Deutschland entnommen, also vor der Abfüllung in Flaschen. Dieses Wasser enthielt nur vier ppt  Antimon (Sb). Wasser der gleichen Marke, welches in PET-Flaschen abgefüllt war, enthielt dagegen 360 ppt Antimon (Sb) Und das Wasser der gleichen Marke, welches jedoch drei Monate früher gekauft worden war, enhielt bereits 630 ppt Sb. (Anmerkung: Die Angabe: ppt steht für “parts per trillion” nach der englischen Maßeinheit) Den Untersuchungsbericht finden Sie unter folgendem link:

 

http://www.uni-heidelberg.de/press/news/news06/2601antime.html

 

Ein Lehrbuch über analytische Chemie im Internet zeigt auf, dass ein Kohlekraftwerk, welches 2000 Megawatt Strom im Jahr erzeugt, gleichzeitig 1600 Tonnen Blei, 800 Tonnen Zink, 80 Tonnen Kadmium und 40 Tonnen Uran produziert. Den entsprechenden Berict finden Sie unter: Link

 

 

 

Kohlekraftwerke bilden auch die Hauptursache für die Vergiftung der Atmosphäre mit Quecksilber. Nach internationaler Schätzung beträgt der Gehalt an Quecksilber in Kohle 0,13 mg/kg. Das Buch “Mercury Emission and its Control in Chinese Coal-Fired Power Plants” berichtet, dass China während des Jahres 2005 durch Kohlkraftwerke 495 Tonnen Quecksilber in die Atmosphäre ausgestoßen hat. Weiter zum: Link

 

 Laut Wikipedia https://en.wikipedia.org/wiki/Coal unter Berufung auf World Energy Projections Plus (2009), EIA, betrug der weltweite Kohleverbrauch im Jahre 2010 rund 7,25 Milliarden Tonnen und wird sich bis zum Jahre 2030 noch um weitere 48 % auf 9,05 Milliarden Tonnen erhöhen. Alarmierend ist dabei die Tatsache, dass 80 %  des eingeatmeten Quecksilbers in der Lunge verbleiben, während reines Quecksilber, das oral in den Körper gelangt, den Verdauungskanal fast vollständig durchwandert, ohne absorbiert zu werden! Alle diese Aspekte müssen in Betracht gezogen werden, wenn der Vorwurf der Schwermetallbelastung in ayurvedischen Produkten erhoben und zur Diskussion gebracht wird! Weiter zum : Link

 

Schwermetalle im Ayurveda

 

Die ayurvedische Pharmakologie kann, wie unten dargestellt, in drei Hauptbereiche eingeteilt werden.

 

1. Pflanzliche Präparate:

 

Hierzu gehören alle Präparate, die aus einer einzelnen Pflanze oder aus einer Kombination von mehreren Heilpflanzen in Form von frischen Pasten, Säften oder Aufgüssen bestehen. Weiterhin gehören hierzu Präparate für die innere Einnahme auf der Basis von Öl, Ghee, Rohrzucker u.s.w. aber auch Pflanzenextrakte in Form von Rohrzuckersirup oder Kräuterweine.  Heute werden solche Rezepturen auch als Granulat, Tabletten oder Kapseln hergestellt. Meist sind dies traditionelle Rezepturen, die in jahrhundertealten klassischen Schriften beschrieben sind. Solch gängige Rezepturen sind unter den jeweiligen Namen innerhalb der ayurvedischen Gesellschaft wohl bekannt und die Texte auch der Öffentlichkeit zugänglich. Aus diesem Grund sind die einzelnen Zutaten oft nicht auf den Packungen und Behältern aufgeführt, stattdessen wird lediglich die entsprechende Quelle, aus der die Rezeptur stammt, angegeben.

 

2. Präparate aus Metallen und Mineralien:

 

Eine andere Kategorie von Präparaten wird aus Metallen, Mineralien, Erzen und Metallverbindungen aus Eisen, Kupfer, Gold, Silber, Arsen, Zinn, Magnesium u.s.w. hergestellt. Solche Produkte müssen zuerst zahlreiche Schritte der Verarbeitung und Reinigung durchlaufen und alchemistisch mit pflanzlichen und tierischen Substanzen, wie Frischpflanzensäften, Dekokten, Ghee, Milch, Buttermilch, Joghurt u.s.w. aufbereitet werden, damit sie für den menschlichen Körper verträglich sind. Menschen, die beispielsweise allergisch gegen Eisen sind, vertragen die ayurvedischen Eisenprodukte dennoch äußerst gut. Wenn diese ordnungsgemäß zubereitet und angewendet werden, dann führen sie meist zu außergewöhnlich guten Ergebnissen, besonders bei chronisch verlaufenden Krankheiten, die als unheilbar gelten. Eine unsachgemäße Zubereitung und falsche Anwendung wird dagegen mit Sicherheit unerwünschte Wirkungen mit sich bringen, wie dies auch bei sehr starken schulmedizinischen Mitteln der Fall ist. Diese ayurvedischen Präparate werden normalerweise in fein pulverisierter Form und in sehr kleinen Dosen verabreicht. Während der Einnahme muss eine strenge Diät eingehalten werden bzw. bestimmte Nahrungsmittel gemieden werden. Da die Metalle durch die besondere Verarbeitung in kleinste Partikel in Nano-Form umgewandelt werden, können sie vom Körper wieder ausgeschieden werden, nachdem sie ihre Wirkung entfaltet haben. Bei der Einnahme über einen längeren Zeitraum hinweg, werden daher immer wieder Pausen eingelegt, in denen der Körper die Stoffe wieder ausscheiden kann.

 

Derjenige Zweig der ayurvedischen Pharmakologie, der sich mit der Herstellung und Anwendung von metallischen und mineralischen Präparaten beschäftigt, ist unter dem Namen „Rasasasthra“ bekannt. Dies ist ein Spezialgebiet des Ayurveda, auf dem sich die ayurvedischen Ärzte auch eine besondere Qualifikation erwerben können. In dem südindischen Staat Tamil Nadu gibt es ein sehr altes medizinisches System, die Siddha-Medizin, deren Pharmakologie gerade auf dem Gebiet der Metalle und Mineralien sehr weit entwickelt ist. In der Siddha-Medizin existieren sehr strenge Regeln, so dass es nur denjenigen erlaubt wird zu praktizieren, die ihr Leben ganz dem Studium dieses medizinischen Systems widmen und ein heiligmäßiges Leben führen. Es soll sichergestellt sein, dass diejenigen, welche diese Heilmethoden anwenden, in der Lage sind, ihre egoistischen Tendenzen und Schwächen zu beherrschen. Solche Ärzte verwenden nur selbst hergestellte Präparate oder solche von bekannten und zuverlässigen Herstellern. Diese Ärzte konnten in ihrer langjährigen Praxis und Anwendung dieser Präparate von keinem einzigen Fall von Schwermetallvergiftung berichten. Gleichzeitig gibt es auf diesem Gebiet auch Ignoranten und Quacksalber, die durch ihr Unwissen großen Schaden anrichten können. Die Herstellung der Rasa-Präparate ist teilweise sehr zeitaufwendig und wird ausschließlich in Handarbeit verrichtet. Die Metalle werden über einen Zeitraum von drei Wochen ohne Unterbrechung mit einem Pflanzensaft oder einer Pflanzenpaste im Steinmörser zermahlen. Viele solcher Präparate benötigen einige Monate zu ihrer Herstellung, bei der sie mehrere solcher Prozesse durchlaufen. Wenn eine anorganische Substanz eine Giftwirkung oder tödliche Reaktion hervorruft, so muss sich durch diese Reaktion gleichzeitig ihre Giftwirkung oder negative Kraft bis zu einem gewissen Grad abschwächen. Wird eine solche Reaktion wiederholt durch die Interaktion des Metalls mit einem biologischen Medium, wie im Rasasasasthra beschrieben, hervorgerufen, so muss sich folglich diese Giftigkeit im entsprechenden Maße verringern und letztendlich vollständig aufheben. Das „Rasasasthra“ basiert auf einer 2500 Jahre alten Geschichte und Erfahrung, während das Wissen der Siddha Medizin noch älter ist und beide werden von Millionen von Menschen in Indien angewendet, ohne dass es dabei zu Schwermetallvergiftungen kommt.

 

Durch chemische Analysen kann lediglich die stoffliche Substanz in den jeweiligen Produkten nachgewiesen werden. Um deren Wirkungsweise in einem biologischen Medium zu verstehen, bedarf es jedoch noch weitergehender Studien. Eine Substanz ist nicht nur in ihrer stofflichen Form existent, sondern besitzt auch ein Wirkungspotential. So hat beispielsweise aus der Sicht des Ayurveda der Verlust von zu viel Samenflüssigkeit bei Männern eine Schwächung des Immunsystems und einen Kraftverlust zur Folge. Vom Standpunkt vieler Schulmediziner dagegen, besteht Samenflüssigkeit lediglich aus bestimmten Proteinen, weshalb auch ein hoher Verlust hiervon nicht als sonderlich problematisch gesehen wird. Diese Sichtweise, die ganz im Stofflich-Materiellen Bereich ansetzt, erkennt nicht, die besondere Eigenart oder Wesenhaftigkeit dieser Stofflichkeit an und ignoriert dabei die Tatsache, dass ein einfaches Protein nicht über das gleiche Wirkungspotential verfügt, wie Samenflüssigkeit. Bei den Rasa-Präparaten ist dies ähnlich, da dieser ganze Prozess der Verarbeitung nicht oder zu wenig in Betracht gezogen wird und damit die Veränderungen, die das jeweilige Metall dadurch erfährt. In den fertigen ayurvedischen Präparaten sind die Metalle nur noch in Nanoform enthalten. Diese werden zudem einer Sicherheitsprüfung unterzogen, bevor sie zur Anwendung freigegeben werden.

 

Untersuchungen bezüglich der Sicherheit der ayurvedischen Metallpräparate durch das „Department of Chemistry, Indian Institute of Technology, Roorkee 247667, India“ und durch das „Radiochemistry Division Bhabha Atomic Research Centre, Mumbai – 440085, India“, haben ergeben, dass diese Produkte Chelate (chemische Verbindung in der Form eines heterozyklischen Rings, mit einem Metal-Ion, welches Querverbindungen zu mindestens zwei nichtmetallischen Ionen aufweist) mit organischen Verbindungen aus den organischen Bestandteilen, die für die Verarbeitung der Metalle verwendet wurden, bilden. Diese Präparate sind biologisch hergestellte Nanopartikel. Wenn Sie mit Milch, Ghee, Honig oder anderen Medien eingenommen werden, gemäß den Anweisungen der Ärzte, so haben sie keinerlei schädliche Wirkung und werden dadurch biokompatibel und damit leicht vom Körper assimilierbar. Weiter zum Bericht:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16632893

 

Eine weitere Untersuchung wurde mit folgenden ayurvedischen Präparaten durch das „Pharmacology Department of All India  Institute of Medical Sciences, Ansari Nagar, New Delhi - 110 029, India“ an Ratten durchgeführt:

- „Calcury“,  pflanzlich-mineralisches Produkt in Tablettenform,

- “Energic-31“ und

- „Basant Kusumaka Ras“, pflanzlich-mineralisches Präparat

 

Der Bericht erbrachte folgendes Ergebnis:

 

„Die Ergebnisse der gegenwärtigen Studie stimmen mit den Aussagen in den ayurvedischen Schriften überein. Es gab keine signifikanten Veränderungen der kognitiven und motorischen Funktionen und die biochemischen Parameter der mit Calcury, Energic-31 und Basanta Kusumkara behandelten Ratten zeigen die Sicherheit der Anwendung ayurvedischer Rezepturen auf. Diese Drogen werden von einer großen Anzahl der Bevölkerung klinisch angewendet, ohne dass diese Anzeichen von Schwermetallvergiftungen zeigen. Somit können die Mittel Calcury, Energic-31 und Basanta Kusumkara Rasa in den empfohlenen Dosen und Zeitspannen verwendet werden.“

Der vollständige Bericht kann nachgelesen werden unter dem Link:

 

http://www.ayujournal.org/article.asp

 

Ein anderer Bericht, der zu einer Untersuchung über die Sicherheit der Anwendung des ayurvedischen Präparates, „Sidh Makardhwaj“, auf das Gehirn, auf Leber und Nieren bei Ratten, welche von dem „Department of Pharmacology, All India Institute of Medical Sciences, New Delhi, India & * Department of AYUSH, Ministry of Health & Family Welfare, Government of India“ durchgeführt wurde, schließt mit der Aussage:

 

„Zusammenfassend kann gesagt werden, dass laut dem Ergebnis der gegenwärtigen Studie die Einnahme von „Sidh Makardhwaj“ in einer Dosis, äquivalent zu der menschlichen Dosis und über einen Zeitraum von 28 Tagen, keine Veränderungen auf Gehirn, Leber und Nieren ergab. Es ist zu betonen, dass bei der Einnahme in einer therapeutischen Menge keinerlei Veränderungen in den biochemischen Parametern nachzuweisen waren. Die histopathologische Untersuchung, welche die Aufgabe hatte, das toxische Potential des Mittels bei einer therapeutischen Dosis herauszufinden, zeigte ebenfalls eine normale Zytoarchitektur des Gehirns, der Leber und Nieren. Milde histopahtologische Veränderungen wurden jedoch bei einer höheren Dosis von Sidh Makardhwaj, dem Zehnfachen der therapeutischen Dosis, nachgewiesen. Der Bericht kann unter dem folgenden Link nachgelesen werden:

 

http://icmr.nic.in/ijmr/2014/april/0416.pdf

 

Eine Forschung mit dem Titel “Investigating structural aspects to understand the putative/claimed non toxicity of the Hg-based Ayurvedic drug „Rasasindura“ using XAFS” - „Untersuchung  struktureller Aspekte zum Verständnis der angeblichen/behaupteten Ungiftigkeit des auf Quecksilberbasis hergestellten ayurvedischen Präparates „Rasasindura“ durch XAFS“,

wurde von folgenden Forschungsinstituten in Indien durchgeführt:

 

1. High Pressure and Synchrotron Radiation Physics Division, Bhabha Atomic Research Centre, Purnima Labs Trombay, Mumbai, Maharashtra 400085, India,

 

2. Atomic and Molecular Physics Division, Bhabha Atomic Research Centre, Purnima Labs Trombay, Mumbai, Maharashtra 400085, India

 

3. Arya Vaidya Sala, Kottakkal, Kerala 676503, India, and Radiation and Photochemistry Division, Bhabha Atomic Research Centre, Trombay, Mumbai, Maharashtra 400085, India

Das Ergebnis hierzu lautete wie folgt:

 

“Die wichtigsten Ergebnisse zeigen, dass „Rasasindura“ die gleiche chemische Strukturformel besitzt, wie das ungiftige HgS, während die chemisch-toxischen Formen, viz. elemental HgO, organo-Hg, vollkommen fehlen. Unsere Ergebnisse zeigen auch, dass die Nano-Kristallinteilchen (DRasa 24 nm) von Rasasindura robust, ohne Defekt und frei von organischen Molekülen sind. Das Fehlen dieser toxischen chemischen Formen ist für die Erklärung der Nicht-Toxizität dieses Präparates hilfreich. Der robuste Charakter der Substanz weist auf die Integrität der Nanopartikel zum Zeitpunkt der Freigabe des Medikaments hin. Wir haben weiterhin beobachtet, dass die ayurvedische Verarbeitung ein zufriedentstellenderes Endprodukt erzeugte, als rotes HgS aus dem Labor: geringere molekulare Größe und eine besser geordnete Koordinations-Konfiguration. Mit all diesen Vorzügen kann Rasasindura als ein potentielles therapeutisches Mittel für die  Zellgröße von 24 nm betrachtet werden.“

 

Der Forschungsbericht kann unter dem folgenden Link nachgelesen werden:

 

 http://journals.iucr.org/s/issues/2015/05/00/hf5289/

 

Ayurveda ist mittlerweile auf der ganzen Welt für seinen ganzheitlichen medizinischen Ansatz wohl bekannt sowie für seine philosophische Grundlage, die Ihresgleichen sucht. Ein großer Schatz aus der Medizin des Ayurveda und Siddha liegt uns mit dem Rasasasthra vor, dessen Wert und Bedeutung erst in der Welt von Morgen erkannt werden wird. Die oben erwähnten Untersuchungsberichte sind lediglich ein Anfang, womit die Sicherheit und Autentizität dieses Wissens nach den Kriterien der modernen Wissenschaft belegt werden.

 

3.Pflanzlich-mineralische und pflanzlich-metallische Präparate

 

Diese Gruppe der Präparate umfasst in erster Linie Rezepturen von verschiedenen Herstellern, meist in Tabletten- oder Kapselform, die ein oder mehrere metallische oder  mineralische Bestandteile in Verbindung mit pflanzlichen Zutaten beinhalten. Die  Inhaltsstoffe in solchen Produkten sind alle klar auf dem Ettikett aufgeführt.

 

Der Mythos von der Traditionslinie und andere Betrügereien

 

Es ist wohl bekannt, dass sich Ayurveda als ein traditionelles Wissenssystem in Indien entwickelt hat und auch über einen sehr langen Zeitraum erhalten ht . Dies trifft auf alle Wissenssysteme und klassischen Kunstformen zu, die ihren Ursprung in Indien haben. Dennoch ist der traditionelle Weg, dieses Wissen weiterzugeben, so wie er einst bestand, schon vor langer Zeit verloren gegangen. Heute gehen alle Kinder in die Schule, anstatt, wie früher, dieses traditionelle Wissen zu Hause oder im Hause eines Lehrers zu lernen. Auch die Kinder von traditionellen ayurvedischen Familien studieren heute in einem Ayurveda-College. Nach ihrem Studium werden sie dann für einige Zeit von ihrem Vater oder Onkel in die Praxis eingewiesen. Unter allen Ayurveda-Ärzten, die für sich in Anspruch nehmen, über ein traditionelles Wissen zu verfügen, sind es aber prozentual nur sehr wenige, die wirklich auch eine entsprechende Ausbildung durchlaufen haben und über ein Wissen verfügen, welches auf traditioneller Überlieferung beruht. Nicht selten sind es Arzthelfer, Hilfspersonal in einer Arzneimittelfabrik, Verkäufer in ayurvedischen Apotheken und Therapeuten, die sich nach einer gewissen Zeit der Berufserfahrung selbständig machen und auf eine Tradition berufen, um sich damit eine Autorität zu verschaffen. Sobald man sie aber nach dem ayurvedischen Grundlagenwissen fragt, wie beispielweise, was unter „Vatha“ zu verstehen ist, so wird die Ignoranz deutlich. Als Mr. P. S. Warrier diesen Trend bemerkte, gründete er im Jahre 1917 das erste Ayurveda-College in Kerala, um dem Ayurveda-Studium einen einheitlichen Standard zu verleihen.Stark übertriebene Berichte von Heilungen oder magischen Heilkräften, von geheimen Rezepturen und die extreme Selbstüberschätzung, jede unheilbare Krankheit heilen zu können, sind typisch für diese Art von Heilern. Sie verwenden Pulver und Pasten ohne Namen und Etikett und täuschen vor, es handle sich dabei um ein Mittel, welches nach einem traditionellen Geheimrezept hergestellt wurde oder bieten dieses zu einem viel zu hohen Preis an.

 

Jeder Patient besitzt das Recht zu erfahren, was er oder sie einnimmt. Um solch unethische Formen der Praxis zu vermeiden, sollte man Arzneimittel nur von vertrauenswürdigen Ärzten oderHerstellern nehmen. Im Zweifelsfall sind solche Medikamente in verschlossenen oder versiegelten Verpackungen und Behältern vorzuziehen, die mit Etikett und zuverlässiger Aufschrift versehen sind. Aufgrund ihres geringen Fachwissens verschreiben solche Quacksalber meist nur wenige Präparate, die sie in der Art von Allheilmitteln für alle möglichen gesundheitlichen Probleme anpreisen. Dies kann unter Umständen auch ein Präparat aus Schwermetallen sein, welches sie dem Patienten geben, ohne das Anwendungsgebiet und die Dauer und Art der Einnahme genau zu kennen und ohne auf die entsprechenden Diätvorschriften hinzuweisen. Ein nostalgisches Gefühl, welches mit einem traditionellen Wissen assoziiert wird, sowie die Suche nach mystischen Wissensformen und Heilmethoden, die oft eine große Anziehungskraft auf Menschen aus dem Westen ausüben, fördern die Entwicklung solcher Betrügereien. Ich habe selbst Menschen in Deutschland kennengelernt, die stolz erzählten, dass sie eine Panchakarma-Kur in Indien direkt in dem Hause der Familie des Begründers des Ayurveda gemacht haben! Eine andere Frau hatte eine dreiwöchige Ayurveda-Kur auf Sri Lanka und behauptete, sie habe all ihre Behandlungen mit 101-fach konzentriertem mediziniertem Öl erhalten. Dieses Öl benötigt eine Herstellungsdauer von 250 Tagen und es werden in der Regel aufgrund der hohen Kosten immer nur einige Tropfen davon, meist zur inneren Einnahme verwendet, während man für die Ganzkörperbehandlungen wesentlich größere Mengen an Öl benötigt. Auch sonst wäre diese Art von Ölen nicht für solche Behandlungen geeignet.Eine andere Art, sich Ansehen zu verschaffen, geschieht beispielsweise mittels Geschichten von übermenschlichen Gurus und Heiligen und deren Einweihung in ihr Wissen oder von Palmblattbüchern mit geheimem Wissen, verbunden mit dem Anspruch, völlig selbstlos zum Wohle der Welt zu arbeiten. Solche Geschichten gipfeln meist darin, dass sich deren Erzähler am Ende selbst als die einzige Quelle dieses Wissens verkauft, da dieser übermenschliche Guru nun „leider“ schon verstorben sei und ihn als einzigen Nachfolger bestimmt habe. Menschen, die nach Heilung suchen, sollten sich nach authentischen Ärzten und renommierten Ayurveda-Instituten umsehen, anstatt nach Wunderheilern, magischen Praktiken und „geheimem“ Wissen. In den traditionellen Linien wurde nur solchen Schülern Wissen weitervermittelt, die sich über Jahre hinweg als ehrlich, vertrauenswürdig und als frei von Gier erwiesen hatten. Engstirnige, gierige, ignorante und anmaßende Menschen missbrauchen in der Regel solches Wissen oder neigen zu fahrlässigen Handlungen in der Herstellung der Heilmittel, indem sie beispielsweise nicht auf Hygiene achten oder Kompromisse bei der Auswahl der Zutaten eingehen, wichtige Komponenten weglassen, verfälschen oder strecken. Meist legen sie die Einnahme auf eine zu lange Zeitspanne fest und verabreichen das Mittel in zu hohen Dosen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie die Qualität und Wirksamkeit eines Präparates beeinträchtigt werden kann oder gar unerwünschte Reaktionen und Nebenwirkungen hervorgerufen werden können. Um ihren Profit zu steigern, drängen diese Art von Betrügern ihre Patienten in der Regel auch dazu, das Mittel in großen Mengen auf Vorrat zu kaufen. Im Ayurveda wird jedoch darauf hingewiesen, ein Mittel nicht über einen zu langen Zeitraum einzunehmen, da sonst eine Gewöhnung eintritt und dessen Wirksamkeit verloren geht.In Indien haben nur diejenigen Ärzte eine gesetzliche Erlaubnis, Ayurveda zu praktizieren, die eine entsprechende Registrierungsnummer nachweisen können. Es gibt aber dennoch viele Heiler und Priester, die illegal alle Arten von alternativen Heilmethoden praktizieren. Mit der Herstellung von Heilmitteln verhält es sich ähnlich. Die Debatte über die Schwermetallbelastung hat dazu geführt, dass Exportauflagen für ayurvedische Produkte eingeführt wurden, die einen Test auf Schwermetalle von einem autorisierten Labor erforderlich machen. Wer nach Heilung durch die ayurvedische Medizin sucht, sollte sich gut über den Arzt, die Institution und die verwendeten Medikamente informieren. Vorsicht ist geboten, wenn sich ein Arzt zu sehr auf seine Tradition beruft oder auf geheimes Wissen, Wundermittel oder mystische Heilmethoden. Lassen Sie sich auch die Inhaltsstoffe der Präparate angeben, die Sie einnehmen. Die Lehre, die aus solchen Vorfällen, wie der Vergiftung durch Schwermetalle, gezogen werden muss ist, dass jeder Mensch in erster Linie selbst die Verantwortung für seine Gesundheit und die seiner Familie trägt und diese an keinen Arzt, an kein Medizinsystem oder Medikament abgeben kann.

 

Die Mehrheit der Menschen ist jedoch in dieser Hinsicht eher passiv und gibt die Verantwortung mehr oder weniger ab an Ärzte, Institute, Heilmethoden, Impfungen, Vorsorgeuntersuchungen, Krankenversicherungen, an die Regierung u.s.w.. Indem sie sich diese Personen selbst an fremde Autoritäten überantworten, glauben sie fälschlicherweise, alles richtig und gemäß wissenschaftlicher Vorgaben zu machen, obwohl sie sich in Wirklichkeit niemals selbst aktiv um eine wahrheitsgemäße Anschauung bemüht haben. Anstatt blind auf etwas oder jemanden zu vertrauen und ihm zu folgen, sollte jeder selbst eine Auseinandersetzung leisten und sich Einblicke in die Fakten und Zusammenhänge verschaffen, so dass die Entscheidungen aus einer gewissen Kenntnis der Sachlage und reifen Überegung getroffen und mitgetragen werden können. Das Internet bietet hier die besten Möglichkeiten, um sich unterschiedliche Informationen einzuholen und diese dann miteinander abzuwägen. Es offenbart auch große Gegensätze und Widersprüche zwischen dem, was auf wissenschaftlichen Gebieten, wie der Medizin gesagt wird und dem, was wirklich praktiziert wird.

 

 

Übersetzung aus dem Englischen: Christine Hein

©Sajan Kumar Somarajan

 

 

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